THC-Schnelltest für den Freizeitbereich: Machbarkeitsstudie bestätigt Herausforderungen in der Gehaltsbestimmung
zuletzt bearbeitet: 28.04.2026
Saxonia Diagnostics ist der Markführer im Bereich der alternativen Identitätsprüfung für medizinisches Cannabis in Apotheken. Mit unserem Schwesterunternehmen CanDo Magic GmbH sind wir nun folgender Frage nachgegangen:
Ist eine einfache, schnelle und gleichzeitig verlässliche Bestimmung des THC-Gehalts in Cannabisblüten auch für den privaten Gebrauch möglich?
Vor diesem Hintergrund haben wir bereits im vergangenen Jahr ein umfassendes Projekt zur Entwicklung eines THC-Freizeittests initiiert. Ziel ist es, eine Lösung zu schaffen, die Heimanwendern eine praxisnahe Einschätzung des tatsächlichen THC-Gehalts ermöglicht – ohne aufwendige Labortechnik.
Die Herausforderung: Komplexität von Pflanzenmaterial
Die Bestimmung des THC-Gehalts in Cannabisblüten ist deutlich anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick erscheint. Im Rahmen unserer Machbarkeitsstudie wurden insbesondere folgende Aspekte untersucht:
- Inhomogenität des Wirkstoffgehalts: THC ist innerhalb einer Blüte sowie zwischen verschiedenen Blüten einer Pflanze ungleich verteilt.
- Einfluss von Feuchtigkeit und Lagerung: Der Wassergehalt sowie die Lagerungsdauer der getrockneten Blüten beeinflussen die Messergebnisse.
- Probenaufbereitung und Extraktion: Eine reproduzierbare Überführung des Wirkstoffs aus dem Pflanzenmaterial in eine messbare Form stellt eine zentrale Herausforderung dar.
Unser Ansatz: Vereinfachung durch Schnelltest-Technologie
Ziel des Projekts war es, diese komplexen Rahmenbedingungen auf ein handhabbares Format zu reduzieren. Im Fokus stand dabei die Entwicklung eines Schnelltests, der auf einer verlässlichen Extraktion und einer anschließenden teststreifenbasierten Auswertung basiert, ohne den Einsatz von hochkomplexen labortechnischen Geräten.
Ein wesentlicher Bestandteil der Untersuchung war die Frage, inwieweit sich quantitative Aussagen zuverlässig treffen lassen.
Dabei wurden insbesondere folgende Themen betrachtet:
- Welche Genauigkeit ist unter realistischen Anwendungsbedingungen erreichbar?
- Wie robust ist das Verfahren gegenüber natürlichen Schwankungen im Pflanzenmaterial?
- Wie lässt sich eine intuitive und gleichzeitig zuverlässige Anwendung sicherstellen?
Digitale Unterstützung: Bildgestützte Auswertung
Ein weiterer Schwerpunkt der Machbarkeitsstudie lag auf der Nutzung digitaler Technologien. Insbesondere wurde untersucht, wie sich die visuelle Auswertung von Testergebnissen durch eine bildgestützte Analyse mittels Smartphone-App verbessern lässt.
In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Ansätze geprüft, unter anderem:
- standardisierte Referenzsysteme zur besseren Vergleichbarkeit
- kamerabasierte Auswertung von Teststreifen
- algorithmische Interpretation von Farbintensitäten.
Zu diesen Themen haben wir uns intensiv mit spezialisierten Entwicklungspartnern ausgetauscht, um mögliche technische Umsetzungswege zu evaluieren.
Aktueller Stand und Ausblick
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden umfassend ausgewertet
Sie bildet eine erste Grundlage, um mit den bisherigen Erkenntnissen bestimmte Ansätze auszuschließen bzw. weiterzuverfolgen. Eine Schnelltestlösung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht marktreif.
Tiefergehende Untersuchungen sind nötig, um die Komplexität der Einflussfaktoren einzudämmen und zu prüfen, mit welchen technologischen Verfahren bzw. analytischen Ansätzen das Ziel zuverlässig erreicht werden kann.
Unterstützung durch die EU und den Freistaat Sachsen
Mit professioneller Unterstützung und dank der Innoprämie der Sächsischen Aufbaubank (SAB) setzen wir diese Maßnahmen konsequent um.
Dieses Vorhaben wird gefördert durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen.